In der Landesmitte wartete mit dem Hahoe Folk Village bei Andong ein wunderschönes und noch bewohntes traditionelles Dorf auf uns. Anschließend folgte bei Gongju das Grab von König Muryeong. Von Gongju aus ist es nur ca. 30 min. mit dem Auto bis nach Seonggoksa (Insider-Tipp) mit 1000 vergoldeten Buddas und einigen Buddas mit ca.40 m Höhe bzw. Länge. Ein weitere tolle buddistische Klosteranlage ist etwas nordwestlich Magoksa, eingebettet in einer sehr schönen Landschaft. Nach so viel Kultur kam der Besuch im Bambuswald von Juknokwon (in der Nähe von Damyang) wie gerufen. Im Jirisan-Nationalpark fing leider für uns die Zeit mit Regen an, so dass die Aussicht der Landschaft oft unter Regenwolken versteckt blieb.

 

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Bei Andong lohnt sich unbedingt ein mehrstündiger Ausflug ins Hahoe Folk Village. Dieses noch traditionelle Dorf ist 2010 in die Liste der UN-Welterbe aufgenommen worden. Vermutlich stammt das heute noch bewohnte Dorf aus dem 14. bzw. 15. Jahrhundert und ist zugleich ein Museum (die Bewohner haben selbstverständlich heutzutage Strom und fließend Wasser).  Auch ein Blick auf das Dorf und das Tal vom Felsen Buyongdae auf der anderen Flußseite lohnt sich.


Seonggoksa ist nicht einfach zu finden - weder im Internet noch per Auto, da keine Hinweisschilder vorhanden sind. Aber der Aufwand lohnt sich aus unserer Sicht: 1000 goldene Buddastatuen in einem Halbkreis, überlebensgoße stehende bzw. liegende Buddas, eine Totenanlage, ... und alles eingebettet in Wald. Als Abschluss der Tagestour sind im nahen Gongju die Gräberfelder von Songsan-ri und das Grab von König Muryeong noch einen Abstecher wert.


Die Tempelanlage Magoksa stammt vermutlich aus dem Jahre 640. Sie ist komplett anders aufgebaut wie Seonggoksa und diente wohl einst zur Ausbildung von Mönchen. Vermutlich hielt sich auch im 20. Jhdt. der antijapanische Wiederstandskämpfer und letzte Präsident der provisorischen Regierung Koreas im Unterschlupf auf.


Bei Bambus denkt man vermutlich am ehesten an China. Aber auch in Korea wächst an vielen Stellen Bambus. In Juknokwon befindet sich jedoch ein sehr großer Wald mit verschiedenen Bambusgewächsen und Bambus als Verarbeitungsmaterial. Der Wald ist wirklich wunderschön zu durchwandern. Aufgrund vieler verschiedener Pfade verteilen sich die Menschen und man findet immer problemlos ein Plätzchen der Ruhe und Entspannung.


Der Jirisan-Nationalpark ist der größte Gebirgspark und wurde als erster von bislang 21 Nationalparks gegründet. Er gilt als Schönheit - trotz starken Regens mit nur sehr wenigen Regenpausen können wir dies bestätigen. Zunächst wanderten wir im nördlichen Teil, danach ging es weiter in den südlichen Teil zum Chilbulsa-Tempel. Auf der Fahrt kamen wir durch wunderschöne Alleen und an ein paar Häusern vorbei, die Schlumpfhäusern ähneln.