Zypern - die drittgrößte Insel im Mittelmeer, zu Europa gehörend, dennoch geographisch zu Asien gerechnet steht seit jeher immer im Mittelpunkt von Interessenskonflikten. Daher auch die Teilung 1974 in einen griechisch geprägten Teil im Süden und einen türkisch geprägten Teil im Norden der Insel. Aber daneben spielen heute noch andere Nationen mit: Engländer die in großer Anzahl auf der Insel wohnen (Linksverkehr!), Russen, Amerikaner, Israelis (militärische Übungen im Trodoos-Gebirge), ... .

 

Die Insel hat wunderschöne Küstenabschnitte, traumhafte Berge sogar mit Skilift im Winter, viele altertümlich erhaltene oder wieder aufgebaute Sehenswürdigkeiten und natürlich auch sonst viel zu bieten. Pauschal- touristen sind in den Badeorten gut augehoben, doch sie verpassen die Schöntheit der Insel und die netten, hilfsbereiten Menschen abseits der Hotelanlagen.

 

Unten folgen Bilder einmal aus Nikosia (Hauptstadt der Republik Zypern) und aus Lefkosia (Hauptstadt der Türkischen Republik Zypern). Die anderen Städte sind in den entsprechenden Landteilen aufgeführt (natürlich fehlen hier einige Teile, aber ihr sollt ja auch selber was entdecken). Weiterführende Bilder zu den Landschaften: Zypern

 

Weitere Bilder: Oman, Südkorea, Harpa, Industriekultur, Industrie, Sehenswürdigkeiten, Stadt.

Der griechische Teil von Nikosia bietet schöne Ein- kaufsstraßen (Ledrastreet & weitere), entspannte Atmosphäre beim Café und sonstigen gastronomi-schen Einkehrmöglichkeiten, verschiedenartige Kunst, renovierte alte Häuser sowie moderne Architektur. Rundum: eine Stadt mit sehr viel Flair und einer Grenze durch die Stadt wie einst in Berlin. Die Stadt ist auf jeden Fall ein Besuch wert!


Im türkischen Teil von Nikosia (auch unter dem Namen Lefkosia geführt) stand die Besichtigung der Karawanserei und anderer Sehenswürdigkeiten im Vordergrund. Shoppen kann man auch, aber vorsichtig sollte man dabei sein: es sind einige Fälschungen was Kleidung anbelangt in den Auslagen. Die Atmosphäre war auf der südlichen Seite entspannter, dennoch haben wir auch hier tolle Menschen kennengelernt.


Páfos im Südwesten von Zypern hat eine wunderschöne Oberstadt. Dort gibt es sogar eine kleine türkische Gemeinde und eine Moschee die wohl einigermaßen akzeptiert wird. Es gibt zwar ein paar leerstehende und verlassene Bauruinen, aber man merkt die Anstrengungen hier neues zu schaffen und dies ohne große Bausünden. Auch kulturelle Projekte stärken das Zusammenleben zwischen Moslems und Orthodoxen Christen.


Girne (türkischer Name) bzw. Kyrénia (griechischer Name) liegt an der Nordküste im türkischen Teil Zyperns und ist bei Touristen so sehr beliebt, dass man sie als heimliche Hauptstadt des türkischen Zyperns nennen kann. Aufgrund der Staßenverhältnisse kann man von hier aus die meisten Sehenswürdigkeiten in max. 2,5 Stunden mit dem Auto erreichen. Sehr schön ist der Hafenbereich, jedoch zum Essen meiden. Teuer bei mittelmäßiger Qualität an deren Stellen.


Nur wenige Autominuten von Girne (Kyrénia) entfernt liegt im Südosten die Klosteranlage Bellapais (gebaut von den Prämonstratenser-Orden im Zeitalter der Kreuzzüge )  und im Süden die Kreuzfahrer-Festung St. Hilarion welche sich über etliche Höhenmeter am Hang hochschlängelt.


Im Osten des türkischen Teil Zyperns lohnt sich ein Ausflug ins antike Sálamis und in die Stadt Famagusta und ein kurzer Abstecher ins Kloster Barnabas. Möglich ist auch ein  Besuch von der griechischen Seite aus - aber nicht mit dem Mietwagen von dort!